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Mit Retargeting verlorene Besucher zurückholen — so steigt Ihre Conversion

97 % der Webseitenbesucher gehen ohne Conversion. Retargeting holt einen Teil davon zurück — wenn Sie es richtig einsetzen. Hier die 5 Retargeting-Strategien plus die häufigsten Fehler.

3 Min LesezeitVon newsflow24-Redaktion

97 % aller Webseitenbesucher konvertieren beim ersten Besuch nicht. Retargeting bringt einen Teil davon zurück — und ist deshalb einer der ROI-stärksten Werbe-Hebel. Hier die 5 Retargeting-Strategien plus die typischen Fehler.

Was ist Retargeting?

Retargeting (auch: Remarketing) ist die gezielte Wiederansprache von Personen, die bereits mit Ihrer Marke in Kontakt waren — typischerweise über Anzeigen auf Drittseiten. Mechanismus:

Erste Visits durch PR — höhere Retargeting-Wirkung.

Pressemitteilungen bringen erste Webseiten-Besuche, die du dann via Retargeting zur Conversion führst — perfekter Funnel-Kombo.

  1. Besucher landet auf Ihrer Webseite
  2. Tracking-Pixel (Google, Meta, LinkedIn) markiert den Besucher
  3. Besucher verlässt die Seite ohne Conversion
  4. Auf anderen Webseiten / Plattformen sieht der Besucher Ihre Anzeigen
  5. Klick + Rückkehr → Conversion-Wahrscheinlichkeit deutlich höher als beim Erst-Visit

Warum Retargeting funktioniert

  • Bekannte Marke: Erste Vertrauen-Hürde bereits genommen
  • Demonstrierte Interesse: Besucher hat bereits Interesse signalisiert
  • Relevante Anzeigen: Auf vorheriges Verhalten zugeschnitten
  • Niedrige CPC: Spezifische Audiences sind günstiger als breite Targeting

Realistisch: Conversion-Raten bei Retargeting sind 2-5x höher als bei kalter Werbung.

Die 5 Retargeting-Strategien

Strategie 1: Site-Visitor-Retargeting (Basis)

Alle Webseitenbesucher der letzten 30 Tage in eine Audience packen, mit allgemeiner Brand-Werbung ansprechen.

Geeignet für: Brand-Awareness-Verstärkung, Erst-Einstieg ins Retargeting.

Strategie 2: Page-Specific-Retargeting

Verschiedene Audiences je nach besuchter Seite — und entsprechend passende Anzeigen.

Besuchte SeiteRetargeting-Botschaft
Produkt-DetailseiteSpezifische Produkt-Vorteile + Aktion
Pricing-SeiteROI-Argumente + Kunden-Reviews
Blog-ArtikelVerwandter Content + Newsletter-Signup
Demo-Anmelde-Seite (nicht abgeschlossen)Direkt-CTA „Demo buchen" + Trust-Signale

Strategie 3: Cart-Abandonment-Retargeting (E-Commerce)

Wer Produkte in den Warenkorb gelegt, aber nicht gekauft hat, sieht spezifische Anzeigen mit den abandoned Produkten — oft kombiniert mit Anreiz (z.B. „10 % Rabatt für Ihren Warenkorb").

Wirkung: Recovery-Rate typischerweise 5-15 % (Branche + Produkt-Kategorie abhängig).

Strategie 4: Customer-Lookalike-Retargeting

Bestehende Kunden als Seed-Audience — Werbe-Plattform findet ähnliche Personen, die noch keine Kunden sind. Technisch kein „echtes" Retargeting, aber im erweiterten Sinn.

Geeignet für: Skalierung über bestehende Audience hinaus.

Strategie 5: Cross-Channel-Retargeting

Besucher der Webseite werden auf VERSCHIEDENEN Plattformen retargetet — Google Display, Meta, LinkedIn, X. Maximale Coverage entlang der Customer-Journey.

Erfordert: Pixel auf allen Plattformen + cross-channel-Tracking.

Plattform-Vergleich für Retargeting

PlattformReichweiteTargeting-TiefeCPC-Range
Google Display NetworkSehr hoch (90 % Internet-Reichweite)Mittel0,10-2 €
Meta (Facebook + Instagram)HochSehr hoch0,30-3 €
LinkedInB2B-fokussiertSehr hoch (Funktion, Branche)2-15 €
X (Twitter)MittelHoch (Interessen, Follower)0,50-5 €
YouTubeSehr hoch (Video)Mittel0,05-0,30 € pro View

Häufige Retargeting-Fehler

  • Zu lange Zeitfenster: 365 Tage Retargeting-Audience — Personen vergessen die Marke. Optimal: 30-90 Tage
  • Keine Frequenz-Cap: Gleiche Person sieht 50× pro Woche dieselbe Anzeige — wirkt aufdringlich. Optimal: 5-10 Impressions pro Woche
  • Generische Anzeigen: Brand-Logo + „Kommen Sie zurück" — wirkungslos. Spezifische, kontextrelevante Botschaften
  • Convertierte ausschließen vergessen: Bestandskunden sehen weiterhin Akquise-Anzeigen — verschwendetes Budget
  • Kein Frequency-Decay: Anzeigen-Häufigkeit nimmt mit Zeit nicht ab. Profi: Mehr Impressions in den ersten 7 Tagen, weniger danach
  • iOS 14.5+ Tracking-Verluste ignoriert: Server-Side-Tracking ist 2026 Pflicht für präzise Retargeting-Daten

Erfolgs-Messung Retargeting

KPIRealistischer Wert
CTR Retargeting-Anzeigen0,5-2 % (Display) bzw. 1-3 % (Social)
Conversion-Rate Retargeting3-8 % (vs. 1-2 % bei kalter Werbung)
CPA Retargeting40-60 % niedriger als Cold Acquisition
ROAS Retargeting5-15 (deutlich besser als Cold Ads)

Retargeting + DSGVO-Konformität

  • Cookie-Consent-Pflicht: Tracking-Pixel nur nach explizitem Consent
  • Privacy-First-Tracking: Server-Side-Tracking + First-Party-Cookies bevorzugen
  • Audience-Match-Listen: Bei Hochladen von E-Mail-Adressen rechtliche Grundlage prüfen
  • Datenschutz-Erklärung aktualisieren: Retargeting-Mechanismen transparent erklären

Pro-Tipp: Retargeting + Earned Media

Erste Webseiten-Besuche entstehen oft durch Earned Media (Pressemitteilungen, Branchen-Erwähnungen, organische Suche). Retargeting konvertiert diese Besuche dann zu Leads/Kunden. Beide Hebel verstärken sich gegenseitig.

Mehr zur Conversion-Optimierung im Artikel Landingpages, die konvertieren.

Erste Visits durch PR — höhere Retargeting-Wirkung.

Pressemitteilungen bringen erste Webseiten-Besuche, die du dann via Retargeting zur Conversion führst — perfekter Funnel-Kombo.