Pressemitteilungs-Anleitungen

Pressemitteilung outsourcen — wann es sich lohnt, Profis ans Schreiben zu lassen

Selber schreiben oder Profis beauftragen? Hier die ehrliche Entscheidungsmatrix mit 5 Indikatoren, wann Outsourcing sinnvoll ist — und wann es Geldverschwendung wäre.

2 Min LesezeitVon newsflow24-Redaktion

„Sollen wir die Pressemitteilung selber schreiben oder einen Profi beauftragen?" — eine Frage, die in vielen Mittelstand-Unternehmen jedes Quartal neu gestellt wird. Die ehrliche Antwort lautet: Es hängt von 5 Faktoren ab. Hier die Entscheidungsmatrix.

Indikator 1: Schreib-Erfahrung im Team

Wenn jemand im Team schon mehrfach Pressemitteilungen geschrieben hat (z.B. ein:e Marketing-Mitarbeitende:r mit PR-Erfahrung), liegt selber schreiben nahe. Wenn niemand Schreib-Routine hat: Profi nehmen. Eine erste eigene PM kostet realistisch 6-10 Stunden — und ist trotzdem oft schwächer als die eines erfahrenen Texters in 2 Stunden.

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Indikator 2: Strategische Bedeutung des Anlasses

Anlass-TypEmpfehlung
Routine-PM (Personalie, Update)Selber, wenn Vorlage existiert
Studie / Whitepaper-ReleaseProfi (Faktencheck + Story-Aufbau anspruchsvoll)
Funding-RundeProfi (Investor-Sprache, juristisch sensibel)
KrisenkommunikationProfi PFLICHT (rechtliche Implikationen)
Produkt-LaunchSelber, wenn Routine — Profi bei Marken-Launch
Award / AuszeichnungSelber, wenn Vorlage existiert

Indikator 3: Zeit-Budget

Wenn deadline driven (z.B. „PM muss bis Donnerstag raus"), ist Outsourcing oft schneller — Profis liefern in 24-48 Stunden, ohne interne Abstimmungs-Schleifen. Wenn das interne Team unter Last steht: outsourcen. Wenn Zeit-Budget vorhanden: selber schreiben spart Geld.

Indikator 4: Frequenz

Bei weniger als 4 PMs pro Jahr lohnt sich Outsourcing pro Anlass — fest angestellte PR-Mitarbeitende sind nicht ausgelastet.
Bei mehr als 12 PMs pro Jahr kann Inhouse-Schreibkraft günstiger sein als Freelancer-Honorare.
Im Mittelfeld: Mix aus Inhouse + selektivem Freelance-Profi für Schlüssel-PMs.

Indikator 5: Anspruch ans Endergebnis

Eine PM, die nur auf der eigenen Newsroom-Seite landen soll, kann „good enough" sein. Eine PM, die in der Wirtschafts-Mainstream-Presse Aufnahme finden soll, braucht Profi-Niveau — sonst kommt sie gar nicht durch.

Was kostet Outsourcing?

VarianteKosten pro PressemitteilungGeeignet für
Freelance-Texter (Standard)300-500 €Mittelstand, KMU
Freelance-Texter (Profi)500-1.000 €Strategische PMs
PR-Agentur (Projekt)800-2.500 €Mittelstand bis Konzern
PR-Agentur (Retainer)1.500-5.000 €/MonatKonzern, börsennotiert

Mehr zu den verschiedenen Setups im Artikel Wer schreibt Pressemitteilungen? Inhouse vs. Agentur vs. Selber.

Hybrid-Modell: Selber schreiben + Profi-Lektorat

Eine elegante Mittellösung, die viele Mittelständler nutzen: Inhouse schreibt den Erst-Entwurf (60-90 Min), Profi-Texter lektoriert + verfeinert (30-45 Min, ~150 €). Resultat: 80 % der Profi-Qualität bei 30 % der Kosten.

Worauf bei der Profi-Auswahl achten

  • Branchen-Erfahrung: Hat der Profi schon für deine Branche geschrieben?
  • Referenzen einsehen: 2-3 publizierte Beispiele lesen
  • Klare Konditionen: Festpreis statt Stundensatz, Anzahl Korrektur-Schleifen definieren
  • Lieferzeit garantiert: 3-5 Werktage für Standard-PM, 24-48h für Eilfall (Aufpreis)
  • Geheimhaltung: NDA möglich, gerade bei Funding/M&A wichtig

Was Outsourcing nicht ersetzt

Auch bei Outsourcing bleibt im Unternehmen Aufwand:

  • Briefing erstellen (30-60 Min)
  • Zitat freigeben lassen (Geschäftsführung)
  • Faktencheck (alle Zahlen prüfen)
  • Pressekontakt definieren
  • Bilder bereitstellen

Realistisch: Outsourcing spart 2-3 Stunden pro PM, kostet aber 300-1.000 €. Für Solo-Selbstständige + KMU lohnt sich das selten — für Mittelständler ab und zu, für Konzerne fast immer.

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