PM-Anleitungen

Tipps zum Veröffentlichen einer Pressemitteilung — 12 Praxis-Tipps

Eine fertige PM ist erst die halbe Miete. Hier 12 Praxis-Tipps für die Veröffentlichungs-Phase: vom richtigen Versand-Zeitpunkt über Bild-Optimierung bis zur Erfolgsmessung.

3 Min LesezeitVon newsflow24-Redaktion

Eine PM zu schreiben ist die eine Sache. Sie zu veröffentlichen — und dabei das Maximum an Wirkung herauszuholen — eine ganz andere. Hier 12 Praxis-Tipps aus der täglichen Online-PR-Arbeit, die den Unterschied zwischen „verschickt und vergessen" und „verschickt und gelesen" machen.

Tipp 1: Das richtige Veröffentlichungs-Datum

Mo 25% Di 90% Mi 95% Do 85% Fr 35% Sa 10% So 15% Best Days zum Veröffentlichen — Di-Do, vormittags 9-11 Uhr
Veröffentlichungs-Timing nach Wochentag: Dienstag bis Donnerstag erzielen 3-5× bessere Aufnahme-Quoten als Montag oder Freitag.

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Faustregel: Dienstag bis Donnerstag, 9-11 Uhr morgens. Montags sind Redaktionen mit Wochenend-Material überfüllt, Freitags wird kaum noch publiziert. 9-11 Uhr ist der Zeitraum, in dem Redakteure ihre Tageskoordination machen — neue PMs landen auf dem aktuellen Tisch.

Ausnahmen:

  • Sonntags 18 Uhr für Themen, die bewusst Montag früh in den ersten Stunden publiziert werden sollen.
  • Donnerstags 16 Uhr für Wochenend-Themen (Lifestyle, Veranstaltungs-Ankündigungen).

Tipp 2: Bild ist Pflicht (kein Stockfoto)

PMs mit Bild werden 30-50 % häufiger veröffentlicht. Aber: Stockfotos werden von vielen Redaktionen abgelehnt. Liefere lieber ein einfaches eigenes Foto (Smartphone reicht) als ein generisches Stockfoto.

Anforderungen:

  • Mindestens 1200 px Breite
  • Bildunterschrift mit Namen, Funktion, Quelle
  • „Honorarfrei zur redaktionellen Nutzung" als Hinweis

Tipp 3: Kein Embargo, wenn nicht zwingend nötig

Embargos („Nicht veröffentlichen vor 12 Uhr Donnerstag") sind in der DE-Online-Presse selten respektiert. Wenn du sie nicht wirklich brauchst (z.B. bei börsenrelevanten News), lass sie weg — sie kosten Aufnahme-Quote.

Tipp 4: Headline auf Suchmaschinen optimieren

Faustregel: Wichtigstes Keyword in den ersten 60 Zeichen. Suchmaschinen schneiden Headlines danach ab, und Leser scannen nur die ersten Wörter. Beispiel: „Buchhaltungs-App für Solo-Selbstständige startet" ist besser als „FlowBooks GmbH freut sich über die Markteinführung ihrer neuen Buchhaltungs-App".

Im Body 1-2 Links auf relevante eigene Seiten setzen — die Produktseite, ein Whitepaper, eine Landingpage. Mehr Links wirken werblich. Aber: Kein einziger Link ist auch ein Fehler — du verschenkst SEO-Wert.

Tipp 6: Pressekontakt mit allen Kanälen

Standard-Pressekontakt: Name, E-Mail, Telefon. Profi-Pressekontakt: Name, Funktion, E-Mail, Telefon-Direktdurchwahl, LinkedIn-Profil, optional Foto. Je niedriger die Hürde für eine Rückfrage, desto höher die Wahrscheinlichkeit für eine.

Tipp 7: Veröffentlichung dokumentieren

Nach jeder Veröffentlichung:

  • Screenshot der Veröffentlichung speichern
  • URL in Press-Archive aufnehmen
  • Datum + Portal in Excel-/Notion-Liste tracken

Das schafft eine wachsende Liste von Press-Erwähnungen — wertvoll für eigenen Newsroom, Investor Relations, Wikipedia-Notability.

Tipp 8: Nicht denselben Text auf 5 Portale

Duplicate-Content-Killer. Schreibe pro Portal mindestens eine eigene Headline-Variante + eine andere Body-Reihenfolge. Aufwand: 15-20 Minuten pro Variante. Mehr dazu in Pressemitteilung verbreiten — die effektive Online-Strategie.

Tipp 9: Mobil-Optimierung beachten

Über 60 % aller Online-Magazin-Leser surfen mobil. Wichtig:

  • Headline klar und kurz (passt aufs Smartphone-Display)
  • Lead-Absatz informativ (oft das Einzige, was mobil gelesen wird)
  • Bilder im 16:9- oder Quadrat-Format (skaliert besser)

Tipp 10: Social-Media-Verstärker einplanen

Eine Veröffentlichung allein ist 1× Reichweite. Mit Verstärker-Posts wird daraus 3-5× Reichweite:

  • LinkedIn-Posting mit Verlinkung auf das Portal
  • X / Twitter mit Kurz-Zusammenfassung
  • Bei Endkunden-Themen: Instagram, Facebook
  • E-Mail-Newsletter an die eigenen Verteiler

Tipp 11: Erfolg messen

Was du nicht misst, kannst du nicht verbessern. Mindest-Tracking:

  • Backlinks: Wurde der Link gecrawlt? (Tools: Ahrefs, Sistrix, Google Search Console)
  • Referrer-Traffic: Kommen Besucher von der Veröffentlichung? (Google Analytics, Plausible)
  • Brand Search: Steigt die Suche nach deiner Marke nach der PM?
  • Rückfragen: Wie viele Journalisten / Kunden haben sich gemeldet?

Tipp 12: Aus jeder PM lernen

Nach jeder Veröffentlichung kurz reflektieren:

  • Was hat funktioniert? (welche Headline, welches Bild, welches Portal)
  • Was nicht? (warum wurde nicht veröffentlicht / wenig gelesen?)
  • Was machen wir nächstes Mal anders?

Diese 5 Minuten Reflexion machen aus 10 PMs pro Jahr eine eigene Best-Practice-Sammlung.

Bonus: Checkliste vor dem Versand

  • Veröffentlichungs-Tag = Di-Do, 9-11 Uhr?
  • Eigenes Foto + Bildunterschrift?
  • Headline mit Keyword in ersten 60 Zeichen?
  • 1-2 ausgehende Links auf eigene Seiten?
  • Pressekontakt mit Telefon + LinkedIn?
  • Boilerplate vorhanden?
  • Eigene Variante pro Portal (kein Duplicate)?
  • Social-Media-Verstärker geplant?
  • Tracking-Setup vorbereitet?

Mehr lesen

Wer wissen will, welche Veröffentlichungs-Wege grundsätzlich existieren: Pressemitteilung veröffentlichen — die 5 wichtigsten Wege. Wer eine konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung sucht: Pressemitteilung online veröffentlichen — Anleitung Schritt für Schritt.

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