Tipps zum Veröffentlichen einer Pressemitteilung — 12 Praxis-Tipps
Eine fertige PM ist erst die halbe Miete. Hier 12 Praxis-Tipps für die Veröffentlichungs-Phase: vom richtigen Versand-Zeitpunkt über Bild-Optimierung bis zur Erfolgsmessung.
Eine PM zu schreiben ist die eine Sache. Sie zu veröffentlichen — und dabei das Maximum an Wirkung herauszuholen — eine ganz andere. Hier 12 Praxis-Tipps aus der täglichen Online-PR-Arbeit, die den Unterschied zwischen „verschickt und vergessen" und „verschickt und gelesen" machen.
Tipp 1: Das richtige Veröffentlichungs-Datum
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Self-Service-Veröffentlichung mit manueller Qualitätsprüfung — wir geben dir auch Feedback, falls etwas nicht optimal ist.
Faustregel: Dienstag bis Donnerstag, 9-11 Uhr morgens. Montags sind Redaktionen mit Wochenend-Material überfüllt, Freitags wird kaum noch publiziert. 9-11 Uhr ist der Zeitraum, in dem Redakteure ihre Tageskoordination machen — neue PMs landen auf dem aktuellen Tisch.
Ausnahmen:
- Sonntags 18 Uhr für Themen, die bewusst Montag früh in den ersten Stunden publiziert werden sollen.
- Donnerstags 16 Uhr für Wochenend-Themen (Lifestyle, Veranstaltungs-Ankündigungen).
Tipp 2: Bild ist Pflicht (kein Stockfoto)
PMs mit Bild werden 30-50 % häufiger veröffentlicht. Aber: Stockfotos werden von vielen Redaktionen abgelehnt. Liefere lieber ein einfaches eigenes Foto (Smartphone reicht) als ein generisches Stockfoto.
Anforderungen:
- Mindestens 1200 px Breite
- Bildunterschrift mit Namen, Funktion, Quelle
- „Honorarfrei zur redaktionellen Nutzung" als Hinweis
Tipp 3: Kein Embargo, wenn nicht zwingend nötig
Embargos („Nicht veröffentlichen vor 12 Uhr Donnerstag") sind in der DE-Online-Presse selten respektiert. Wenn du sie nicht wirklich brauchst (z.B. bei börsenrelevanten News), lass sie weg — sie kosten Aufnahme-Quote.
Tipp 4: Headline auf Suchmaschinen optimieren
Faustregel: Wichtigstes Keyword in den ersten 60 Zeichen. Suchmaschinen schneiden Headlines danach ab, und Leser scannen nur die ersten Wörter. Beispiel: „Buchhaltungs-App für Solo-Selbstständige startet" ist besser als „FlowBooks GmbH freut sich über die Markteinführung ihrer neuen Buchhaltungs-App".
Tipp 5: 1-2 ausgehende Links auf eigene Seiten
Im Body 1-2 Links auf relevante eigene Seiten setzen — die Produktseite, ein Whitepaper, eine Landingpage. Mehr Links wirken werblich. Aber: Kein einziger Link ist auch ein Fehler — du verschenkst SEO-Wert.
Tipp 6: Pressekontakt mit allen Kanälen
Standard-Pressekontakt: Name, E-Mail, Telefon. Profi-Pressekontakt: Name, Funktion, E-Mail, Telefon-Direktdurchwahl, LinkedIn-Profil, optional Foto. Je niedriger die Hürde für eine Rückfrage, desto höher die Wahrscheinlichkeit für eine.
Tipp 7: Veröffentlichung dokumentieren
Nach jeder Veröffentlichung:
- Screenshot der Veröffentlichung speichern
- URL in Press-Archive aufnehmen
- Datum + Portal in Excel-/Notion-Liste tracken
Das schafft eine wachsende Liste von Press-Erwähnungen — wertvoll für eigenen Newsroom, Investor Relations, Wikipedia-Notability.
Tipp 8: Nicht denselben Text auf 5 Portale
Duplicate-Content-Killer. Schreibe pro Portal mindestens eine eigene Headline-Variante + eine andere Body-Reihenfolge. Aufwand: 15-20 Minuten pro Variante. Mehr dazu in Pressemitteilung verbreiten — die effektive Online-Strategie.
Tipp 9: Mobil-Optimierung beachten
Über 60 % aller Online-Magazin-Leser surfen mobil. Wichtig:
- Headline klar und kurz (passt aufs Smartphone-Display)
- Lead-Absatz informativ (oft das Einzige, was mobil gelesen wird)
- Bilder im 16:9- oder Quadrat-Format (skaliert besser)
Tipp 10: Social-Media-Verstärker einplanen
Eine Veröffentlichung allein ist 1× Reichweite. Mit Verstärker-Posts wird daraus 3-5× Reichweite:
- LinkedIn-Posting mit Verlinkung auf das Portal
- X / Twitter mit Kurz-Zusammenfassung
- Bei Endkunden-Themen: Instagram, Facebook
- E-Mail-Newsletter an die eigenen Verteiler
Tipp 11: Erfolg messen
Was du nicht misst, kannst du nicht verbessern. Mindest-Tracking:
- Backlinks: Wurde der Link gecrawlt? (Tools: Ahrefs, Sistrix, Google Search Console)
- Referrer-Traffic: Kommen Besucher von der Veröffentlichung? (Google Analytics, Plausible)
- Brand Search: Steigt die Suche nach deiner Marke nach der PM?
- Rückfragen: Wie viele Journalisten / Kunden haben sich gemeldet?
Tipp 12: Aus jeder PM lernen
Nach jeder Veröffentlichung kurz reflektieren:
- Was hat funktioniert? (welche Headline, welches Bild, welches Portal)
- Was nicht? (warum wurde nicht veröffentlicht / wenig gelesen?)
- Was machen wir nächstes Mal anders?
Diese 5 Minuten Reflexion machen aus 10 PMs pro Jahr eine eigene Best-Practice-Sammlung.
Bonus: Checkliste vor dem Versand
- Veröffentlichungs-Tag = Di-Do, 9-11 Uhr?
- Eigenes Foto + Bildunterschrift?
- Headline mit Keyword in ersten 60 Zeichen?
- 1-2 ausgehende Links auf eigene Seiten?
- Pressekontakt mit Telefon + LinkedIn?
- Boilerplate vorhanden?
- Eigene Variante pro Portal (kein Duplicate)?
- Social-Media-Verstärker geplant?
- Tracking-Setup vorbereitet?
Mehr lesen
Wer wissen will, welche Veröffentlichungs-Wege grundsätzlich existieren: Pressemitteilung veröffentlichen — die 5 wichtigsten Wege. Wer eine konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung sucht: Pressemitteilung online veröffentlichen — Anleitung Schritt für Schritt.
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