PM-Anleitungen

Wohin Pressemitteilung schicken? — Verteiler-Strategie 2026

Wohin schicke ich meine PM, damit sie auch wirklich gelesen wird? Hier die Verteiler-Strategie nach Branche, Zielgruppe und Anlass — mit konkreten Empfehlungen für 6 typische Fälle.

3 Min LesezeitVon newsflow24-Redaktion

„Wohin schicke ich meine PM?" ist die Praxis-Frage Nummer eins, sobald der Text fertig ist. Die Antwort hängt von drei Dingen ab: Branche, Zielgruppe und Anlass. Hier die strategische Logik — und konkrete Empfehlungen für 6 typische Fälle.

DEINE BRANCHE PASSENDE PORTAL-TYPEN IT / Tech / SaaS Tech-Magazine + Start-up-Portale B2B / Wirtschaft Wirtschafts-Magazine + Branchen Lifestyle / Mode Lifestyle-Portale + Influencer Gesundheit / Pharma Gesundheits-Portale + Lokal Lokal-Business Lokale Tageszeitungen + Stadt-Mag. Handwerk / Bau Handwerk-Branchen + Lokal Branche → passende Portal-Typen für maximale Wirkung
Welche Portale für welche Branche — Themen-Passung schlägt reine Reichweite.

Die Grundregel: Themen-Passung schlägt Reichweite

Wunsch-Portal pro PM auswählen — gezielt zum Erfolg.

Im newsflow24-Editor wählst du pro Veröffentlichung das Portal, das thematisch und reichweitenmäßig am besten zu deinem Anlass passt.

Eine PM auf einem Portal mit 5.000 Visits, das exakt deine Zielgruppe trifft, ist mehr wert als die gleiche PM auf einem Portal mit 500.000 anonymen Visits. Faustregel: Lieber 5 hochrelevante Portale als 50 generische.

Mehr zur Plattform-Landschaft in Wo werden Pressemitteilungen veröffentlicht? Plattformen erklärt.

Strategie nach Anlass

Fall 1: Online-Shop launcht ein neues Produkt

  • Online-Pressedienst mit Wirtschafts- oder eCommerce-Schwerpunkt (für Sichtbarkeit + dofollow-Backlink).
  • Branchen-Magazine deiner Produktkategorie (z.B. „Beauty Magazine" für Kosmetik-Shops).
  • Lifestyle-Portale, falls Endkunden-Produkt.
  • Lokal-Magazin, falls regionaler Bezug (z.B. „Lokale Manufaktur startet …").

Fall 2: SaaS-Start-up bekommt Funding

  • Tech-Online-Magazine (für Branchen-Sichtbarkeit).
  • Wirtschafts-Mainstream-Medien (Bewerbung über Direkt-Versand an Journalisten).
  • Start-up-Portale (wichtige Insider-Reichweite).
  • LinkedIn-Posting als Verstärker.

Fall 3: Coach oder Berater veröffentlicht eine Studie

  • Branchen-Portale der Zielgruppe (z.B. HR-Magazine, wenn die Studie Personalthemen behandelt).
  • Wirtschafts-Online-Magazine (für Reichweite).
  • Eigener Newsroom + LinkedIn-Posting (Personenmarken-Aufbau).

Fall 4: Handwerksbetrieb eröffnet einen neuen Standort

  • Lokale Tageszeitung (Online-Auftritt) der neuen Region.
  • Stadt-/Regional-Magazin der neuen Region.
  • Branchen-Portal Handwerk + Bau.
  • Lokale Handwerkskammer-Webseite (oft Newsbereich).

Fall 5: B2B-Unternehmen kündigt Whitepaper an

  • Branchen-Magazine (Hauptzielgruppe).
  • Online-Pressedienst mit B2B-Fokus.
  • Direkt-Versand an Branchen-Journalisten.
  • LinkedIn-Posting mit Verlinkung auf das Whitepaper.

Fall 6: Personenmarke (Speaker, Influencer, Coach) baut Markenbekanntheit auf

  • Online-Pressedienst mit Wirtschafts- oder Lifestyle-Fokus (für Knowledge-Panel-Notability).
  • Branchen-Portale der jeweiligen Expertise.
  • Lokale Medien der Heimatregion.
  • Speaker-Datenbanken mit Pressebereich (oft auch SEO-relevant).

Strategie nach Branchen-Zugehörigkeit

BrancheEmpfohlene Portale
IT / Tech / SaaSTech-Online-Magazine + Start-up-Portale + Pressedienste
Wirtschaft / B2BWirtschafts-Magazine + Branchenportale + Pressedienste mit B2B
Lifestyle / ModeLifestyle-Portale + Pressedienste mit Lifestyle-Fokus + Influencer-Magazine
GesundheitGesundheits-Portale + Branchenmagazine Pharma + lokale Tageszeitungen
BildungBildungs-Portale + Hochschul-Magazine + Eltern-Portale
Lokal-BusinessLokale Tageszeitungen + Stadt-Magazine + Lokal-Pressedienste
HandwerkLokale Tageszeitungen + Branchen-Handwerk-Portale + Handwerkskammer

Wann an die großen Mainstream-Medien?

Mainstream-Medien (Spiegel, Welt, FAZ, Süddeutsche etc.) haben sehr hohe Reichweite, aber auch sehr niedrige Aufnahme-Quote. Ein Versand lohnt sich nur, wenn:

  • Die News einen gesellschaftlich relevanten Aspekt hat (nicht nur „unser Produkt").
  • Es eine überraschende Zahl oder kontroverse These gibt.
  • Du eine persönliche Beziehung zu einem Redakteur hast.
  • Die Marke bereits etablierten Bekanntheitsgrad hat.

Sonst: Ressourcen besser in passgenaue Branchen- und Pressedienst-Portale stecken.

Häufige Fehler bei der Verteiler-Auswahl

  1. An alle gleichzeitig. Streuverlust statt Wirkung.
  2. Nur an Mainstream. Aufnahmequote zu niedrig — viele PMs landen nirgends.
  3. Generische E-Mail an „presse@...". Geht oft im Postfach unter.
  4. Massenverteiler ohne Prüfung. Linkfarmen schaden statt nützen.
  5. Falsche Branchen-Portale. Beauty-PM auf Logistik-Portal = Fehlplatzierung.

Pro-Tipp: Pre-Check pro Portal

Bevor du eine PM an ein Portal schickst, prüfe:

  • Welche Themen werden dort regelmäßig veröffentlicht?
  • Wie sieht die letzte PM zu deinem Thema aus?
  • Wer ist der zuständige Redakteur?
  • Gibt es spezielle Submission-Regeln (Format, Bildgröße, Boilerplate-Vorgaben)?

3-5 Minuten Recherche pro Portal verdoppeln die Aufnahmequote. Wer keine Zeit hat: Self-Service-Pressedienste übernehmen die Portal-Auswahl als Service.

Mehr Praxis

Wer wissen will, welche Veröffentlichungs-Wege grundsätzlich existieren: Pressemitteilung veröffentlichen — die 5 wichtigsten Wege. Wer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur effektiven Online-Verbreitung sucht: Pressemitteilung verbreiten — die effektive Online-Strategie.

Wunsch-Portal pro PM auswählen — gezielt zum Erfolg.

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